der PFLEGEINSIDER

Empfehlungsschreiben in der Pflege:

Wie Referenzen die Personalauswahl spürbar verbessern

In der Pflege zählen fachliche Kompetenz, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit besonders stark. Gleichzeitig ist der Arbeitsmarkt angespannt: Gute Pflegekräfte sind selten – und viele Bewerbungen lassen sich auf den ersten Blick schwer einschätzen. Genau hier können Empfehlungsschreiben ein wertvoller Baustein im Recruiting sein.

Ein Empfehlungsschreiben ist eine schriftliche Einschätzung einer Person durch jemanden, der eng mit ihr zusammengearbeitet hat. Richtig genutzt liefert es Hinweise, die Lebenslauf und Gespräch allein oft nicht zeigen: Arbeitsweise, Umgang mit Belastung, Zusammenarbeit im Team und Verlässlichkeit im Alltag.

Dieser Artikel zeigt, warum Empfehlungsschreiben in der Pflege hilfreich sind, woran Sie gute Schreiben erkennen und wie Sie sie sinnvoll in Ihren Auswahlprozess einbauen, ohne daraus ein bürokratisches Hindernis zu machen.

Warum Empfehlungsschreiben im Pflege-Recruiting an Bedeutung gewinnen

Glaubwürdige Bestätigung wichtiger Kompetenzen

Im Lebenslauf steht oft, was jemand gemacht hat – nicht, wie gut er es gemacht hat. Ein Empfehlungsschreiben kann dabei helfen, die wichtigsten Kompetenzen glaubwürdiger einzuordnen, zum Beispiel:

Gerade in der Pflege sind das keine Nebenthemen, sondern zentrale Erfolgsfaktoren.

Warum Empfehlungsschreiben im Pflege-Recruiting an Bedeutung gewinnen

Glaubwürdige Bestätigung wichtiger Kompetenzen

Im Lebenslauf steht oft, was jemand gemacht hat – nicht, wie gut er es gemacht hat. Ein Empfehlungsschreiben kann dabei helfen, die wichtigsten Kompetenzen glaubwürdiger einzuordnen, zum Beispiel:

Gerade in der Pflege sind das keine Nebenthemen, sondern zentrale Erfolgsfaktoren.

Einblick in Arbeitsstil und Haltung

Ein gutes Empfehlungsschreiben beschreibt nicht nur Qualifikationen, sondern die tägliche Arbeitsweise:

Solche Hinweise sind für die Passung zur Einrichtung oft entscheidender als einzelne Zertifikate.

Vorteil bei knappen Entscheidungen

Im Pflege-Recruiting kommt es häufig vor, dass mehrere Bewerber fachlich ähnlich wirken. Dann geben andere Kriterien den Ausschlag: Teamverhalten, Belastbarkeit, Haltung zur Pflege. Empfehlungsschreiben können hier helfen, die Entscheidung abzusichern.

Was ein gutes Empfehlungsschreiben enthalten sollte

Damit ein Empfehlungsschreiben wirklich Nutzen bringt, sollte es bestimmte Elemente enthalten.

1. Kontext der Zusammenarbeit

Es sollte klar sein:

Das macht Aussagen einordbar und glaubwürdig.

2. Konkrete Beispiele statt Floskeln

Sätze wie „war immer engagiert“ sind nett, aber wenig hilfreich. Deutlich besser sind konkrete Hinweise, zum Beispiel:

Je greifbarer das Beispiel, desto höher der Wert des Schreibens.

3. Soft Skills, die in der Pflege zählen

In der Pflege sind Soft Skills häufig ausschlaggebend, etwa:

Ein gutes Empfehlungsschreiben macht diese Eigenschaften sichtbar, ohne übertrieben zu wirken.

Wie Pflegeeinrichtungen Empfehlungsschreiben sinnvoll nutzen

Im Bewerbungsprozess

Empfehlungsschreiben sind am nützlichsten, wenn sie:

Wichtig: Empfehlungsschreiben sollten kein „Muss“ sein. Manche sehr gute Pflegekräfte haben keines – zum Beispiel nach langen Beschäftigungen oder aus privaten Gründen.

Bei der Besetzung von Schlüsselrollen

Besonders sinnvoll ist ein Empfehlungsschreiben bei Rollen mit mehr Verantwortung, zum Beispiel:

Hier geht es neben Fachlichkeit auch um Verlässlichkeit, Teamwirkung und Führungsverhalten im Alltag.

Für interne Entwicklung

Auch intern kann ein Empfehlungsschreiben oder eine schriftliche Einschätzung hilfreich sein – etwa bei:

So werden Leistungen nachvollziehbar dokumentiert.

Worauf Sie bei der Bewertung achten sollten

Nicht jedes Empfehlungsschreiben ist automatisch aussagekräftig. Prüfen Sie vor allem:

Ein Empfehlungsschreiben ersetzt keine Auswahl, es unterstützt die Einordnung.

Empfehlungsschreiben in der Pflege: Kurzfazit

Empfehlungsschreiben in der Pflege: Kurzfazit

Empfehlungsschreiben können in der Pflege ein echter Vorteil sein, weil sie Einblicke geben, die im Lebenslauf nicht stehen: Arbeitsweise, Teamverhalten, Belastbarkeit und Haltung. Besonders bei knappen Entscheidungen oder verantwortungsvollen Rollen liefern sie zusätzliche Orientierung.

Richtig eingesetzt sind Empfehlungsschreiben kein Bürokratie-Extra, sondern ein praktischer Baustein, um die Passung von Pflegekräften besser einzuschätzen – und damit langfristig stabilere Teams aufzubauen.